27.01.2012 - 13:08 Uhr | Quelle: fH | Autor: DB | Seite: 2
„Da fehlt uns manchmal das Arschloch-Gen“
Belassen wir es mal bei Oberliga. Der eine oder andere junge Spieler hat das sicher im Hinterkopf. Da muss man dann aber auch zuerst ein paar überzeugende Spiele in der Bezirksliga hinlegen und selbst mal in der Freizeit eine Runde um die Alster drehen. Doch das ist leider bisher nicht vermittelbar. Die haben zwar oft ne große Klappe, was ja auch okay ist, aber keinen eigenen Antrieb. Wenn ich mir da z.B. die Tunjic-Brüder anschaue: Die sind mal richtig bekloppt, wasTrainieren angeht. Im positiven Sinne. Aber bei unseren Träumern kommt das im Kopf nicht an. Dabei ist unser Triainer der Letzte, der einem den Sprung verwähren würde. Siehe jetzt gerade Dennis Weber, der nach oben aufgerückt ist. fußball HAMBURG: Ihr selbst steht in der BZ Nord jenseits von gut und böse. Entspricht dieses bisherige Abschneiden Eurem Leistungsvermögen?
Schlimm, oder? Wir sind in der Mitte der Tabelle auf Platz acht mit 36:36 Toren. Mehr Durchschnitt geht nicht. Uns fehlte in der Hinrunde so der letzte Kick, um das Ganze positiver zu gestalten. Einen guten Fußball spielen wir, aber da fehlt uns manchmal das Arschloch-Gen. Allein nach 3:1-Führung gegen HEBC noch zu verlieren und das 2:2 gegen Post sind schon fünf Punkte, die fehlen. Das hieße dann Platz vier. Aber so rechnen ja alle. Wenn wir am Ende unter den ersten fünf landen, passt das schon.
fußball HAMBURG: Was wollt Ihr in der Rückrunde erreichen (Wie wollt Ihr das anstellen?) Gab es personelle Änderungen in Winter?
Wie gesagt, in der Liga ist Platz 5 okay. Ich bin mir sicher, dass wir das durch den einen oder anderen Mannschaftsabend erreichen werden. Ich persönlich würde gern mal den Pokal gewinnen. Da sind wir nach zwei Finalniederlagen mal dran. Für den Kader gab es keinen Grund für Veränderungen. Wir haben eine gute Truppe zusammen, und die Ambitionen gehen nun mal nicht Richtung Landesliga. Was nicht heißen soll, dass wir uns nicht voll reinhängen! Einzig Kevin Wilken ist uns quasi zugelaufen und wird versuchen, die Lücke die Weber hinterlassen hat, zu schließen. Mit der Einstandskiste ist er da schon gut dabei.
fußball HAMBURG: Mit Blick auf Euren Kader fällt auf, dass das Spektrum zwischen Alt und Jung voll ausgenutzt wird. Wer pumpt bei Euch die Bälle auf und stellt die Tore auf – die Grünschnäbel oder die Haudegen?
Wie Du schon erwähnt hast, ist unsere Altersspanne von 18 bis 42 schon krass. Das ist aber schon witzig, wenn so ein Jungspund mit knallbunten 200 Euro Zauberschuhen das Tor aus fünf Metern nicht trifft. Ganz groß auch Duschen mit Homer Simspon Satin Unterhose oder wenn die z.B. Guns n Roses nicht kennen. Bei den Bällen ist das aber immer ein K(r)ampf. Da popelt ein 18-Jähriger lieber gelangweilt in der Nase und wartet darauf, dass einer mit 40 die Bälle holt, anstatt mal freiwillig seinen Arsch zu bewegen. So ist es halt. Aber ein Bierchen wird ab und an schon mal zusammen getrunken.
fußball HAMBURG: Abschließend: Du bist jetzt 35 Jahre alt. Wie lange willst Du noch gegen die Kugel treten?
Naja, ab März sogar 36. Einen Plan hab ich noch nicht. Auch wenn der Zahn der Zeit nagt, bin ich noch ganz gut in Schuss und lauf im Training noch mal vorne weg, wenn ich will. Da ich großer Fan von Freitagabend-Spielen bin, muss ich wohl Thomforde mal fragen, was nächste Saison so geht ...
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