12.12.2017 - 12:06 Uhr | Quelle: tm.de | Autor: MSo | Seite: 3

Dassendorf-Kapitän Aust im Interview: Einladung zum Nationalteam landete zuerst im Spam-Ordner

- Aust: Das hängt natürlich immer vom Angebot ab. Wenn Pep Guardiola anruft, würde ich wahrscheinlich zusagen (lacht).

fH: Das nehmen wir als Überschrift, okay?
Aust: Geht klar (lacht). Nein Spaß, ich habe mir hier mit meiner Freundin eine neue Wohnung bezogen und sie hat einen Job. Es gibt für mich wenige Gründe, wo ich sagen würde, ich müsste Hamburg verlassen oder den Aufwand exorbitant steigern. Es hängen zu viele Faktoren daran, als dass ich sagen würde, ich nehme leichtfertig jedes Viertliga-Angebot an. Und auch in der 3.Liga ist es nicht automatisch toll. Man will ja spielen, hat aber als Spieler aus der Oberliga kaum den Anspruch, neu dazuzukommen und zu sagen: Ich stehe hier jetzt immer in der Startelf.

fH: Du hast mit Dassendorf die ganze Hinrunde verlustpunktfrei hingelegt, erst am 18. Spieltag in Sasel verloren. Wie kam das ausgerechnet jetzt zum Rückrunden-Start?
Aust: Das Spiel war ein wenig wild und da haben wir uns den Schneid abkaufen lassen. Sasel hat es stark gemacht, uns zwei schöne Dinger eingeschenkt und uns hat dann der Punch gefehlt, das Spiel noch zu drehen. Das muss nicht passieren und ist ärgerlich. Wir hätten gern 19 Siege mit in den Winter genommen, aber es ärgert hier jetzt auch niemanden allzu sehr.

fH: Ihr habt eine Qualität und eine mannschaftliche Geschlossenheit, die in der Oberliga ihresgleichen suchen. In der Hinrunde habt Ihr einige Rückstände - teilweise sogar in Unterzahl – drehen können. Der Abstand auf Platz 2 beträgt 13 Punkte. Ist euch die Meisterschaft noch zu nehmen oder können Sie sich nur selber schlagen?
Aust: Wir haben immer den Anspruch, dass die Meisterschaft nur über uns gehen muss. Das zeigen wir in dieser Saison außerordentlich gut. Wer uns den Titel streitig machen möchte, muss eine brutale Rückrunde hinlegen. Und spielen wir die Saison so fokussiert zu Ende, wie wir das in den vergangenen Jahren getan haben, werden wir auch Meister.

fH: Du bist ja ohnehin schon Kapitän. Bringt der Status Nationalspieler noch mal ein ganz anderes Standing mit oder wie gehen die Kollegen damit um?
Aust: Kapitän bin ich geworden, weil ich mich mit allen Jungs gut verstehe und, denke ich, ein ganz umgänglicher Typ bin. Die Mannschaft macht mir das mit guten Leistungen, Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit sehr einfach. Ob die Nominierung mein Standing großartig verändert hat, weiß ich nicht. Ich versuche, mit jedem ein freundschaftliches Verhältnis zu pflegen. Abgehoben oder arrogant sein, möchte ich nicht und bin ich deshalb auch nicht. Die Jungs fragen mich aus ehrlichem Interesse danach. Das finde ich cool und das macht Spaß.


Das komplette Interview findet Ihr auf transfermarkt.de