23.10.2017 - 15:25 Uhr | Quelle: tm.de | Autor: Sven Bauer | Seite: 1

Dassendorfs Dittrich im Interview: „Habe mir eine Klausel einbauen lassen“

- Der Hamburger Oberligist TuS Dassendorf ist nicht aufzuhalten. Nach 13 Spieltagen steht der Serienmeister unangefochten an der Tabellenspitze, hat alle Partien gewonnen, die meisten Tore erzielt und die wenigsten Gegentreffer kassiert. Ein Erfolgsgarant ist Neuzugang Maximilian Dittrich (Foto), der im Sommer von Arminia Bielefeld II kam und der torgefährlichste Mittelfeldspieler der Liga ist. Sven Bauer sprach mit dem 21-Jährigen über den Start am Wendelweg, das vermeintliche Spielen um die goldene Ananas, die kürzlich erfolgte Vertragsverlängerung, seine Erfahrungen mit der Arminia sowie dem HSV und warum ihn die Berufsausbildung so verändert.

fußballHamburg: Maxi, nach dem furiosen Saisonstart ist die TuS Dassendorf kaum noch aufzuhalten. Woran machst du diesen Lauf fest?
Maximilian Dittrich: Ich denke, wir sind einfach schon nach sehr kurzer Zeit ein eingeschweißtes Team, wo sich jeder für den anderen ins Zeug legt. Man weiß einfach, dass man sich auf jeden aus dem Team, egal ob auf dem Feld, auf der Bank oder in der Kabine, verlassen kann.


fH: Bisher ist es eine Spielzeit der Superlative: Alle Spiele gewonnen, bester Sturm, beste Abwehr - gibt es auch Dinge, mit denen das Team nicht zufrieden ist?
Dittrich: Es ist immer gut, zielstrebig und hungrig nach dem maximalen Erfolg zu sein. Wir wollen immer das Beste herausholen. Unsere Chancenverwertung ist trotz der positiven Ergebnisse noch nicht so, wie wir uns das optimal vorstellen. Wir lassen in vielen Spielen noch zu viele Chancen liegen.


fH: Im Pokal seid Ihr auch weiter. Wie weit möchtet Ihr in diesem Wettbewerb kommen?
Dittrich: Man weiß, dass in Dassendorf das Thema Pokal in den letzten Jahren immer so eine Sache für sich war, aber dieses Jahr wollen wir definitiv angreifen und den Pott endlich mal zu uns aufs Dorf holen!

fH: Du selbst bist als Neuzugang gut eingeschlagen, hast bereits 13 Saisontore erzielt. Was macht dich derzeit so stark, zumal du ja nicht im Sturm spielst, sondern auf der linken Seite im Mittelfeld?
Dittrich: Das A und O ist das Team. Nicht ich bin so stark, sondern wir. Ohne meine Mitspieler, die mich Woche für Woche so gut in Szene setzen, hätte ich meine ganzen Tore nicht gemacht. Ich habe so erfahrene Spieler neben mir auf dem Platz, die einfach das Auge und Timing besitzen, meine Stärken ideal auszuspielen.

fH: Im Sommer bist du nach Dassendorf gekommen - von der zweiten Mannschaft Arminia Bielefelds. Wie kam es zu deinem Engagement?
Dittrich: Es war an der Zeit, zurück nach Hamburg zu kommen und sich dem Ernst des Lebens zu widmen. In Bielefeld hat es alles nicht so ideal geklappt, wie es einem gedeutet worden ist und somit haben meine Eltern und ich uns dazu entschieden, dass ich hier meine Ausbildung anfange und meinen sportlichen Aktivitäten nachgehen werde.


fH: Durch deine guten Leistungen wurde dein Vertrag nach wenigen Wochen bis 2021 verlängert. Warum hast du dich so früh langfristig gebunden, gibt es Besonderheiten rund um den Kontrakt?
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