SV Curslack-Neuengamme 0:4 VfL Pinneberg
Oberliga Hamburg 18. Spieltag 26.11.2011 14:00 Uhr
Lars Stephan, Mekan Barlak, Marco Blättermann, Christopher Kock, Daniel Wulff, Saboor Khalili, Christopher Mahrt, Sven Möller, Marco Theetz, Sven Zöpfgen, Erdinc Örün
Einwechselspieler:  Florian Ackermann, Witalij Wilhelm, Matthias Reincke
Stefan Steen, Lennart Dora, Dirk Hellmann, Dennis Lünstäden, Mark Müller, Rafat Waseq, Gianluca D'Agata, Ömür Kaplan, Thomas Koster, Thorben Reibe, Tugay Hayran
Einwechselspieler:  Jan Eggers, Nils Hammer, Jannik Swennosen
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26.11.2011 - 17:40 Uhr | Quelle: fH | Autor: DB

Deich-Derby-Sieger-Arena-Besitzer-Bezwinger

- Was ein unerwarteter Auswärtstriumph doch alles so bewegen kann. Pinnebergs Trainer Michael Fischer war nach dem beindruckenden Sieg seiner Farben beim SVCN zu einem wahren Wortakrobaten avanciert.

Acht Siege und ein Remis hatte Cursalck-Neuengamme diese Spielzeit bislang am heimischen Gramkowweg zutage gefördert, darunter auch der prestigeträchtige 2:0-Erfolg im Derby über den SC Vier- und Marschlande – diese famose Bilanz hatte nach der Pleite gegen den VfL nun einen kleinen Knick bekommen. Fischer freute es verständlicherweise und so textete er in schöner Analogie zum allseits bekannten und an dieser Stelle nicht nötig zu wiederholenden FC St. Pauli-Slogan: „Deich-Derby-Sieger-Arena-Besitzer-Bezwinger!“

Pinneberg bringt Curslack also die erste Heimpleite der Saison bei – und das in keiner unverdienten Art und Weise. Hausherren-Coach Torsten Henke sah es ähnlich und attestierte seiner Elf schlicht „einen gebrauchten Tag“.

Druckvoll und durchaus gewillt, den Platz als Sieger zu verlassen, waren seine Mannen indes in die Partie gestartet. Und nachdem Hellmann das Leder in der Anfangsphase unglücklich an die Hand bekommen hatte, hätte es sogar Elfmeter für die Gastgeber geben können (5.). Doch Schiedsrichter Bauer interpretierte die Szene anders.

Ebenfalls verheißungsvoll war wenig später eine Situation von Theetz, der den gut parierenden VfL-Torsteher Steen mit einem feinen Lupfer testete (20.). Anschließend schlug die Stunde der Pinneberger. Einen Lünstäden-Einwurf verlängerte Müller mit dem Kopf, und Reibe bugsierte die Kugel am zweiten Pfosten über die Linie – das 0:1 (24.).

Noch vor dem Kabinengang legte der Aufsteiger nach. Lünstädens Freistoß aus halbrechter Position segelte an Mann und Maus vorbei, ehe er schließlich in der langen Ecke des SVCN-Gehäuses landete (39.).

Mit Wiederbeginn präsentierten sich die Gäste dann von ihrer eiskalten Seite. Als Curslack nämlich drängte und nach der Wendung lechzte, markierte Reibe nach Hayran-Vorarbeit wunderschön per Volleyabschluss das 0:3 (49.).

Und fünf Minuten später machte der Rotschopf seinen dritten Tagessteich perfekt, als er ein schlau verzögertes Zuspiel von Lünstäden (Foto) zum 0:4-Endstand veredelte (54.).