22.02.2012 - 16:00 Uhr | Quelle: fH | Autor: DH | Seite: 1

„Die Rückrunde kann kommen!“

- Dima Woronow (Foto) hat mit seinem Verein FSV Geesthacht eine überaus bleierne Hinrunde durchgemacht. Erst verließ Trainer Olaf Poschmann die Mannschaft in Richtung Oberliga, dann folgte ein Kurzengagement von Alfred Gerdts. Über einige Erfolge unter dem Interimstrainerduo Wengorra/Gümüsdere ist nun Wunschtrainer Burhan Öztürk am Ruder. Der 25-jährige Abwehrmann Woronow spricht über die schwere Zeit, neue Ziele und die Zukunft.



fußball HAMBURG: In Geesthacht gab es in dieser Spielzeit viel Unruhe, die allerdings nicht unbedingt hausgemacht war – sprich: mit Olaf Poschmann ist Euch Euer Trainer abhanden gekommen. Wie hast Du den Wechsel gesehen und kannst Du „Poschi“ verstehen, dass er die Möglichkeit wahrgenommen hat?

Woronow: Aus der Sicht des Vereins gesehen, war es natürlich eine schwierige Situation, weil der Trainer aus meiner Sicht immer derjenige sein sollte, der seine Mannschaft in letzter Instanz zusammen hält. Deshalb war sein Abgang für uns so etwas wie eine „innere Niederlage“. Viele, wie auch ich, mussten sich fragen, wie es weitergehen soll. Natürlich verliert man erst einmal an Motivation und an dieser hängt eben auch der Erfolg einer Mannschaft. Ich kann nachvollziehen, dass er diese große Chance für sich genutzt hat, jedoch ist der Verlust des Trainers mitten in der Saison natürlich ein harter Schlag für eine Mannschaft. Nichts desto trotz wünsche ich ihm allen Erfolg mit Bergedorf 85!



fußball HAMBURG: Es kam Alfred Gerdts, der drei Wochen später wieder weg war. Dann haben mit Gümüsdere und Wengorra zwei erfahrene Führungsspieler übergangsweise das Zepter übernommen. In dieser Zeit habt Ihr durchaus sportlich positive Schlagzeilen geschrieben – Was haben die beiden anders/besser gemacht?

Die beiden haben einen Superjob als Kurzzeit-Trainer gemacht. Sie haben alles gegeben, um uns zu motivieren und durch die schwierige Zeit zu bringen. Ich kann nicht genau sagen „was“ es war, aber sie haben es geschafft, uns den Teamgeist in dieser Zeit ohne einen richtigen Trainer zurückzugeben.




fußball HAMBURG: Nun ist Ruhe eingekehrt. Wunschtrainer Burhan Öztürk ist da. Was macht ihn aus? Wie kommt er in der Truppe an?

Mit Burhan haben wir einen jungen und erfolgreichen Trainer, der ein gutes Trainingskonzept entwickelt hat, welches effektiv ist, aber auch wieder den Spaß in die Mannschaft zurückgebracht hat. Er kommt vor allem dank seiner direkten Art und seinem Bezug auf die individuellen Leistungen eines jeden Spielers gut bei der Mannschaft an.
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