06.02.2013 - 10:14 Uhr | Quelle: fH | Autor: DK

Dittberner sieht Altona auf gutem Weg

- Jedes Jahr aufs Neue kämpft Altona 93 gegen die in sie gesetzten Erwartungen an. Saison für Saison gibt es für den Traditionsverein eigentlich nur das eine Ziel: Aufstieg in die Regionalliga, zumindest wenn es nach Meinung der Fans und der lokalen Medienlandschaft geht. Trainer Oliver Dittberner kann die hohe Erwartungshaltung durchaus nachvollziehen, verfolgt er doch selbst ambitionierte Ziele, dennoch: „Ich versuche es realistisch zu sehen. Wir haben einen Plan und dieser endet nicht am Saisonende. Es gibt auch noch andere Mannschaften, die da ein Wörtchen mitreden wollen. Natürlich möchten wir irgendwann auch die Erwartungen erfüllen, aber ich denke, wir haben eine junge Truppe und da musst du mit Leistungsschwankungen klarkommen. Trotzdem haben wir in den letzten acht Monaten eine gute Entwicklung genommen. Und die große Erwartungshaltung zeigt doch nur, wie interessant der Verein ist.“

Am vergangenen Wochenende musste Altona im Pokal die Segel streichen. Bei Germania Schnelsen zog man äußerst unglücklich erst im Elfmeterschießen mit 4:5 den Kürzeren – und das trotz doppelter Überzahl: „Wenn man antritt, gibt es nur das Ziel, den Pokal zu holen. Wir haben es versäumt, unser spielerisches Übergewicht in Tore umzumünzen. Hinzu kam, dass wir nach dem 1:1 zwei Riesenchancen liegen gelassen haben. Aber das wirft uns jetzt nicht um. Ich finde, dass man gegen Schnelsen durchaus ausscheiden kann.“ In der Liga überwintern die 93er auf dem sechsten Rang – der Rückstand nach oben ist aber schon immens. „Wir haben in der Hinserie einfach zu oft Unentschieden gespielt. In der Rückrunde wollen wir mehr Punkte holen, unser Spiel noch ein Stück weit verfeinern und die Dinge noch seriöser durchziehen. Denn man hat zum Ende hin klar gesehen, dass wir mit jedem Team mithalten können.“

Ein weiterer Knackpunkt waren die Verletzungssorgen. Vor allem der Ausfall eines Akteurs bereitete Kopfschmerzen: „Tobias Leuthold hat im August zuletzt gespielt. Ich hoffe, dass wir fortan von Verletzungen weitestgehend verschont bleiben. Wo es dann enden kann, mag ich nicht zu beurteilen“, sagt der 44-Jährige und fügt an: „Wir möchten in unserer Spielanlage und von den Ergebnissen her stabiler werden. Denn ich bin der Meinung, dass wir herausragende Oberliga-Kicker haben. Wir müssen zusehen, dass wir mit den Spielern, bei denen die Verträge auslaufen, zügig verlängern, um im zweiten Saisonteil Ruhe zu haben.“ Möglicherweise ist dann auch der große Traum in absehbarer Zeit zu realisieren: „Natürlich habe auch ich das Ziel, den Pokal zu gewinnen und in der Regionalliga zu spielen. Doch die Konkurrenz schläft nicht. Wir müssen einfach weiter hart arbeiten und dürfen den Blick nicht zu sehr in die Zukunft schweifen lassen.“