01.11.2012 - 11:41 Uhr | Quelle: fH | Autor: DH

Erste Instanz: Bergedorf verliert Zähler!

- Bergedorfs Trainer Berkan Algan war nach der ersten Verhandlung beim Verband komplett konsterniert: „Ich bin maßlos enttäuscht!“ Doch der Zepterschwinger bleibt kämpferisch: „Wir gehen in Berufung, denn es darf nichts anderes geben, als dass die Punkte in Bergedorf bleiben.“

Am meisten echauffierte sich Algan über die Aussage von Verbandsmitarbeiterin Sommer, die vor Gericht zu Protokoll gab, sie habe die Verantwortlichen darauf hinwies, dass die Spieler auf eigene Gefahr eingesetzt werden. „Das ist nicht die Wahrheit. Sie hat vor Zeugen, u.a. vor Bülent Tinas-Topal und auch Herr Enuschat war dabei, gesagt, dass wir die Spieler einsetzen können und sie 100% spielberechtigt sind.“

Der Verband habe sich darauf berufen, dass ein Spieler erst die wirkliche Freigabe habe, wenn das Passdokument beim Verein liegt. „Das ist doch Irrsinn und hat nichts mit der Realität zu tun“, so Algan. Und Unrecht hat er nicht, denn im Zeitalter des elektronischen Spielberichtsbogens sollten sich die Klubs auf das dfb.net verlassen können – erst Recht, wenn es zu einer solchen Äußerung von einem Verbandsmitarbeiter kommt. „Die Zuverlässigkeit des Verbandes kommt ins Wanken!“ Nicht nur der Fall Bergedorf, sondern auch einige weitere Entscheidungen lassen den Unmut auf Vereinsseite schwelen.

Nach Aussage von Bergedorf 85 sei der Spieler Jeremevas sogar auf der offiziellen Liste aufgetaucht, dann aber wenig später wieder runtergenommen worden. Es riecht doch sehr stark nach einem Verbandsfehler, auch wenn dies nach den Statuten dem abstiegsbedrohten Bergedorfern wenig helfen würde, ein Eingeständnis auf Seiten des HFV wäre zumindest einmal ein Zeichen, dass dieser für seine Fauxpas auch einsteht.

„Vielleicht können wir ein Paradebeispiel für die Zukunft werden“, hofft Algan auf ein besseres Miteinander zwischen HFV und Vereinen.