17.02.2012 - 09:20 Uhr | Quelle: fH | Autor: DK
„Es ist etwas ganz Besonderes“
Das Nordderby steht kurz vor der Tür, und der Hamburger SV kommt immer besser in Fahrt. Sieben Punkte aus den vergangenen drei Spielen zeigen den deutlichen Aufwärtstrend. „Wir sind gut in die Rückrunde gestartet und haben viel Selbstvertrauen getankt. Nun müssen wir versuchen, da weiter zu machen, wo wir aufgehört haben“, findet Mladen Petric. Am Samstag (15:30 Uhr) kommt also der SV Werder Bremen in die Hamburger Imtech-Arena. Für beide Mannschaften geht es dabei um sehr viel. Deshalb setzt das Kribbeln bei Trainer Thorsten Fink (Foto) auch schon so langsam ein: „Ich weiß, was so ein Nordderby bedeutet und freue mich schon darauf. Es ist etwas ganz Besonderes. Wir können erstmals mit einem positiven Druck in ein Spiel gehen und müssen mit dem gleichen Elan, Kampfgeist und Leidenschaft wie zuletzt auftreten. Nur dann haben wir eine Chance.“
Auch der kroatische Angreifer kann den Anpfiff der Partie kaum noch abwarten: „Man spürt im Training, dass es heiß wird. Wir freuen uns aufs Spiel. Es geht dabei um sehr viel. Wir haben auf jeden Fall das Potenzial, Werder zu schlagen. Es wird ein Duell auf Augenhöhe und am Ende wollen wir die drei Punkte hierbehalten“, sagte der 31-Jährige auf der Pressekonferenz und freute sich schon auf die Atmosphäre im Stadion: „Natürlich bekommen wir die geile und besondere Stimmung mit. Es wird außergewöhnlich sein, vor so einer Kulisse zu spielen.“
Dass im Moment vor allem Sturmpartner Paolo Guerrero – aufgrund seiner zuletzt starken Leistungen und Tore – im Mittelpunkt steht, stört Petric überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil: „Es ist ganz schön, mal Ruhe zu haben. Paolo hat gerade einen Top-Lauf und das ist gut für die gesamte Mannschaft. Wir verstehen uns auf und neben dem Platz ausgezeichnet.“ Fink indes ist sich bewusst, dass auch Petric seinen Anteil an den guten Auftritten des Peruaners hat: „Mladen spielt sehr gut mit Paolo zusammen. Sie harmonieren gut. Ich bin mit beiden sehr zufrieden. Es ist nicht wichtig, wer für uns die Tore macht.“
Zum aktuellen Poker um seine mögliche Vertragsverlängerung, wollte sich Petric nicht äußern: „Ich werde dazu nichts mehr sagen. Irgendwann werden Gespräche geführt. Mit gefällt es hier sehr gut, das habe ich schon oft gesagt!“ Der Kontrakt des Stürmers läuft zum Saisonende aus.
Viele Veränderungen im Vergleich zur Vorwoche wird es bei den Rothosen wohl nicht geben. Einzig Tomas Rincon kehrt nach seiner Gelbsperre ins Team zurück. „Es gibt keinen Grund, etwas zu ändern. Die Jungs arbeiten derzeit sehr gut“, bestätigte der 44-Jährige. Vor allem Slobodan Rajkovic hat sich mit guten Leistungen festgespielt. Der Innenverteidiger, der den zuletzt verletzten Jeffrey Bruma vertrat, bleibt trotz der Genesung des Niederländers in der ersten Elf. „Boban hat zwei richtig gute Spiele gemacht. Er hat das Vertrauen bestätigt und war nach seiner längeren Pause gleich voll da“, lobte Fink den Serben in der HSV-Stadionzeitschrift.
So könnte der Hamburger SV spielen:
Drobny – Diekmeier, Westermann, Rajkovic, Aogo – Rincon, Jarolim – Sala, Jansen – Guerrero, Petric