19.02.2014 - 09:56 Uhr | Quelle: fH | Autor: DK

HSV-Youngster Köhlert mischt die U-Teams auf

- Er ist gerade einmal 15 Jahre jung und gehört nicht nur in seinem Jahrgang zu den Besten von ganz Deutschland: Die Rede ist von Mats Köhlert. Der Jungspund kickt für die B-Junioren-Regionalliga des Hamburger SV und machte zuletzt häufiger durch starke Leistungen auf sich aufmerksam. Beim prestigeträchtigen FreewayCup, der inoffiziellen Deutschen Meisterschaft für U16-Junioren, holten die Youngster des HSV den Pott, setzten sich unter anderem gegen Schalke 04, den VfB Stuttgart, Werder Bremen und zum krönenden Abschluss im Finale gegen die Bayern durch. Köhlert wurde mit zehn Treffern und zwei Vorlagen nicht nur Torschützenkönig des Turniers, sondern auch zum besten Spieler gekürt!

Der Linksfuß, der über den SC Sperber, Eintracht Norderstedt und zuletzt den Stadt-Rivalen FC St. Pauli zum HSV kam, überzeugt nicht nur mit seine Darbietungen auf dem Platz, sondern gehört auch in der Schule zu den Klassenbesten. „Die Schule geht immer vor und hat oberste Priorität“, sagt Thorsten Judt, selbst ehemaliger Profi, der es in seiner Laufbahn auf 43 Erst- und 251 Zweitliga-Partien brachte. Aktuell ist Judt Trainer der U17-B-Junioren-Bundesliga der Rothosen. „Mats hat auch schon einige Spiele für uns gemacht und trainiert einmal in der Woche mit. Man muss immer von Fall zu Fall entschieden, was besser für einen so jungen Kerl ist: Lieber in der U16 eine herausragende Rolle einnehmen und ein überragendes Jahr spielen, wie es bei ihm gerade der Fall ist. Oder aber man zieht ihn schon jetzt hoch, könnte dann aber das Problem bekommen, dass er nur einer von vielen ist.“

Das weiß auch Köhlert, der mit der B-Regio-Truppe der „Rothosen“ die Tabelle anführt: „Es geht darum, wo man sich am besten weiterentwickeln kann. Ich möchte lieber ein Leistungsträger sein und Erfolgserlebnisse haben. Die körperlichen Unterschiede sind schon recht groß.“ Erst in der vergangenen Woche erhielt der Offensivakteur eine Einladung von Bundestrainer Stefan Böger (selbst Ex-HSV-Profi) für das UEFA U16-Turnier in Portugal (22.02. bis 02.03.2014). Köhlert verfolgt einen straffen Terminplan – Zeit für Freizeit bleibt kaum. „Ich habe das Glück, dass die meisten Freunde von mir auch Fußball spielen. Natürlich bleibt einem wenig Freizeit, aber ich habe ja ein Ziel vor Augen. Da muss man das in Kauf nehmen.“

„So ein Tagesablauf schlaucht schon enorm. Für die meisten beginnt der Tag schon um 6 Uhr in der Früh oder sogar noch eher. Viele sind dann erst gegen 22 Uhr Zuhause. Das ist schon ein hartes Brot für die Jungs in diesem Alter“, weiß auch Judt zu berichten. „Motivationsprobleme habe ich aber noch nie gehabt“, verrät Köhlert und ergänzt: „Es gab schon kleinere Tiefpunkte, aber die waren eher schulischer Natur“, schmunzelt der Youngster, dessen Vater Dirk zu seiner aktiven Zeit unter anderem für Bergedorf 85 , Holstein Kiel oder den SC Concordia kickte. „Meine Eltern stehen voll dahinter und unterstützen mich total.“ Um irgendwann einmal den Sprung aus dem Jugendbereich in den Profi-Zirkus zu schaffen, braucht man auch das gewisse „Quäntchen Glück“. Trotz der ständigen Unruhe und den ganzen Negativ-Schlagzeilen ist sich Köhlert sicher: „Man kann es beim HSV schaffen!“

Foto: Michael Schwarz!

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