VfL Pinneberg 1:2 SC Condor
Oberliga Hamburg 13. Spieltag 23.10.2011 15:00 Uhr
Heiko Barthel, Florian Holstein, Dennis Lünstäden, Mark Müller, Rafat Waseq, Serdar Bahtiyar, Jan Eggers, Ömür Kaplan, Thomas Koster, Thorben Reibe, Sören Badermann
Einwechselspieler:  Nils Hammer, Tugay Hayran
Sascha Kleinschmidt, Max Anders, Alexander Krohn, Lars Lüdemann, Jan Pawletta, Yama Rohbaqsh, Heiner Twardawa, Marcel Abshagen, Florian Neumann, Carlos Flores, Nils Roschlaub
Einwechselspieler:  Mehmet Eren, Tevin Tafese, Matthias Werwath
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23.10.2011 - 17:58 Uhr | Quelle: fH | Autor: DH

Kein Torwart, viele Chancen, kein Zähler

- Der VfL Pinneberg musste bereits vor dem Anstoß den ersten Schock verdauen. Der Ersatz der beiden etatmäßigen Keeper, Sinanudin Omerhodzic, verletzte sich beim Aufwärmen am Knie. Nichts ging mehr, ein möglicher zweiter Mann stand nicht bereit. Innenverteidiger Florian Holstein (Foto) zog sich das Trikot über.

Viel zu tun bekam er in Durchgang eins dennoch nicht, Condor überraschend schwach und das nicht nur im Offensivspiel. Die zuvor häufig gelobte Kompaktheit in keiner Situation spürbar, eher im Gegenteil. Thorben Reibe konnte schalten und walten wie er wollte. Sein Megapass auf den pfeilschnellen Badermann, der am herausstürzenden Kleinschmidt vorbeispitzelte (7.). Die frühe Führung schien die Hausherren förmlich zu beflügeln. Zweikampfstark schalteten sie immer wieder blitzschnell um.

In Minute 29 ein Elferpfiff von Schiri Wagner, allerdings sank Reibe allzu leicht dahin, Eggers nahm das Geschenk auch nicht an und schoss links vorbei (29.). Die Schlussphase der ersten 45 Minuten nochmal mit Möglichkeiten für den VfL. Erst stand T. Koster frei vor Kleinschmidt, der SCC-Keeper konnte aber parieren und dann wurde Badermann klar von Rohbaqsh gelegt, diese Mal kein Pfiff – ausgleichende Gerechtigkeit (44.). Eine Minute später stand Eggers ebenfalls alleine vor dem Kasten. Sein Heber aus 16 Metern aber viel zu hoch (45.). Und in der dritten Minute der Nachspielzeit brachte Condor seinen ersten Schuss auf das Gehäuse: nach einem langen Freistoß legte Lüdemann mit dem Kopf in die Mitte und Roschlaub nickte ein.

In Durchgang wurde es noch bitterer für die Pinneberger. Reibe (51.) und Hayran (71.) vergaben gute Möglichkeiten, zudem hätte Pawletta in Minute 50 bereits zwingend Gelb-Rot sehen müssen, sah er aber nicht. Zuerst noch etwas Glück für die Fischerlinge als Aushilfstorwart Holstein das Leder in den Händen hatte, das Aufprallen nicht klappte und dann die Kugel wieder aufnahm – indirekter Freistoß aus 13 Metern, Roschlaub in die Mauer (59.). Bei einem Freistoß aus dem Halbfeld von Krohn schlug das Spielgerät im langen Eck ein – 1:2 (75.). Pinneberg versuchte alles, fightete sensationell. Badermanns Drehschuss wurde im letzten Moment von Rohbaqsh geblockt (84.). Am Ende sogar noch Keeper Holstein vorne, Eckball, abgewehrt, Freistoß aus 17 Metern. Wohl die letzte Möglichkeit. Hayran oder Lünstäden, Hayran – aber geblockt! Abpfiff des am heutigen Tage schwachen Schiri Wagner, der nicht nur mit Vorteilsauslegungen seine Probleme hatte. Trotz einiger Kontermöglichkeiten von Condor, unter anderem einem Fernschuss von Flores den Holstein sensationell parierte (79.), hätte der VfL Pinneberg mindestens einen Zähler verdient gehabt. Eher sogar deren dreien, aber täglich grüßt das Murmeltier beim VfL. Wer die Chancen nicht macht, wir knallhart bestraft.