04.02.2014 - 08:50 Uhr | Quelle: fH | Autor: DK

Oststeinbek: Aufbruch in eine neue Ära?!

- Ohne Frage, dem Oststeinbeker SV steht ein großer Umbruch bevor: Mit Fousseni Alassani, Serhat Cayir (beide SV Eichede) und Mohamed Labiadh (SC Victoria), um nur einige zu nennen, haben drei ganz wichtige Leistungsträger und „Die absoluten Offensivkräfte“, wie Co-Trainer Mohet Wadhwa betont, den Club im Winter verlassen. Im Sommer wird OSV-Urgestein und Zepterschwinger Stefan Kohfahl nach zehn Jahren seinen Hut nehmen. Den „Men in Black“ steht eine schwere Rückrunde ins Haus, doch Wadhwa glaubt nach wie vor felsenfest an die Qualität der Truppe, auch weil man einige Neue an Land ziehen konnte, die den OSV deutlich nach vorne bringen: nach langem hin und her konnte man sich mit Mittelfeld-Lenker Michael Meyer, der im Dezember seinen Kontrakt beim SV Eichede auflöste, auf eine Zusammenarbeit einigen. Der 24-Jährige soll als verlängerter Arm des Trainers agieren und „als spielender Co-Trainer“ fungieren.

Auch Alpaslan Arslan, der uns gegenüber noch vor einigen Tagen seinen sofortigen Abschied ankündigte, wird dem Tabellenzwölften nun doch erhalten bleiben, wie Wadhwa anmerkt. Hinzu kommen zwei „echte Juwele“: die Gyasi-Brüder. Der 23-jährige Emmanuel kickte in seiner Jugend für den HSV und den englischen Club Charlton Athletic. Im Jahr 2010 schlug der „Linksfuß“ schon einmal am Meessen auf, zog nach kurzem Gastspiel aber direkt weiter. Über den Meiendorfer SV, FC Augsburg II und zuletzt die SpVgg Bayern Hof kehrt Gyasi nun zurück. „Er hat einen überragenden linken Fuß und übernimmt schon jetzt viel Verantwortung. Er ist sehr zweikampfstark, bissig und auf der linken Seite flexibel einsetzbar. An ihm werden wir eine Menge Spaß haben“, sprüht es aus Wadhwa heraus.

Sein jüngerer Bruder Joel wurde in der Jugend der HT 16 und des SC Hamm 02 ausgebildet. Zuletzt spielte der 19-jährige Mittelfeldakteur in der U18 des englischen Clubs Milton Keynes Dons. „Er ist noch sehr jung. Seine Stärke ist die enorme Schnelligkeit. Man muss ihm aber die nötige Zeit geben, sich in der Oberliga zurechtzufinden. Ich bin mir aber sicher, dass er sich super weiterentwickeln wird!“ Ebenfalls neu sind Angreifer Timo Mäkelmann (kam vom SV Henstedt-Ulzburg), der mit seiner Erfahrung für die nötigen Buden sorgen soll, Torsteher René Peim (VfB Nordmark Flensburg), Dennis Pump (zuletzt vereinslos, davor Concordia U19) sowie Miguel Gimeno, der vom Liga-Rivalen SC Vier- und Marschlande zum OSV wechselt. „Miguel wird allerdings erst ab dem 5.4. spielberechtigt sein, da Vier- und Marschlande eine horrende Ablöse fordert“, verrät der 25-Jährige, der zur neuen Saison das Ruder in Oststeinbek übernehmen soll: „Es stimmt, dass Stefan kürzer treten wird und mir die Position als Cheftrainer auch angeboten wurde. Noch ist nichts entschieden, aber wir befinden uns auf einem guten Weg. Ich verstehe mich super mit den Jungs und kann mir diese Aufgabe in jedem Fall vorstellen“, so Wadhwa.

Angesichts der Abgänge und nur acht Zählern Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz geht es für den Aufsteiger in der Rückserie einzig und allein um den Klassenverbleib. Das weiß auch Wadhwa: „Ich glaube, dass wir noch 15 Punkte benötigen. Auch wenn wir nahezu unsere komplette Offensive verloren haben, bin ich mir absolut sicher, dass wir es – auch angesichts der Neuen – schaffen werden!“ Mitte März soll dann auch Tor-Maschine Rafael Monteiro nach langer Leidenszeit endlich wieder dabei sein: „Nach seiner letzten Verletzung hat er einfach zu früh wieder angefangen. Dann kam der Bänderriss im Spiel beim SC Condor, der ihn erneut zurückgeworfen hat. Die vergangenen drei Monate hat er es ruhiger angehen lassen und es sieht schon wieder richtig gut aus“, meint Wadhwa abschließend.