15.06.2014 - 07:38 Uhr | Quelle: fH | Autor: DK

Pieper: „Die Mannschaft gibt das Ziel aus!“

- Die 40-Punkte-Marke wurde erreicht, der Liga-Verbleib war zu keinem Zeitpunkt ernsthaft in Gefahr: Doch die Ansprüche des HSV Barmbek-Uhlenhorst für die neue Saison sind gestiegen, die Entwicklung schreitet weiter voran. Allein die Neuzugänge Ivan Sa Borges Dju (SVCN), André Tholen, Gene Carlson (beide VfL 93), Janis Korczanowski, Robin Polzin (beide Concordia), Hagen Bastian (FC Teutonia 05) sowie die Zwillings-Brüder Lars und Felix Feuerlein (Barsbütteler SV) lassen eine Menge erhoffen. „Wir sind mit unseren Planungen weitestgehend durch, haben den Kader in der Breite qualitativ verstärkt und vor allem unsere Wunschspieler allesamt bekommen“, schwärmt Übungsleiter Frank Pieper-von-Valtier (Foto: kbs-picture.de).

Insbesondere die Offensivabteilung kann sich mehr als nur sehen lassen: Der von einigen Clubs umworbene 17-fache Torschütze Adrian Sousa wird den Barmbekern mit großer Wahrscheinlichkeit erhalten bleiben. Hinzu kommen Korczanowski, der für den Landesligisten Concordia in der abgelaufenen Saison 15 Mal einnetzte, und Sa Borges Dju, der für Curslack nicht nur 14 Buden erzielte (traf alle 99 Minuten!), sondern mit seinen 27 Jahren auch schon über reichlich Erfahrung verfügt und vor zwei Jahren mit Eintracht Norderstedt den Aufstieg in die Regionalliga schaffte. „Von Ivan erwarte ich viel, die jungen Spieler sollen von ihm profitieren. Das ist eine Rolle, die er so auch noch nicht hatte“, sagt Pieper, der mit seinen acht Neuen den „Konkurrenzkampf im Team forcieren“ möchte. „Wichtig ist, dass ich als Trainer in meinen Entscheidungen den Spielern gegenüber, wer spielen darf, transparent bin. Die Trainingsleistung ist das, was am Ende zählt und nicht das, was gewesen ist.“

Patrik Prinz, Kevin Göde (beide TSV Sasel), Ramen Nurzai (SCALA), Dennis Wolf, Tobias Stöhr (beide TuS Osdorf) sowie Mazlum Oguz und Mert Özel (beide Ziel unbekannt) werden ihr Können künftig auf anderen Plätzen unter Beweis stellen. Ein herber Verlust ist hingegen der Abschied von Routinier und Leistungsträger Markus Schwoy, der im letzten Heimspiel gegen Dassendorf knapp zehn Minuten vor Schluss unter „Standing Ovations“ den Platz verließ, da er seine Stiefel an den Nagel hängen wird und seine nach wie vor vorhandene Klasse nur noch bei den Alten Herren BU‘s zur Schau stellen wird. „Wir haben ein gewisses Grundgerüst, mit gezielt etwas älteren Spielern auf einigen Positionen. Wichtig ist, dass die Chemie stimmt und das wir ein Jugend-forscht-Projekt bleiben wollen“, so der 41-Jährige, der in Sachen Führungsspieler vor allem Innenverteidiger Dennis Bohnhorst auf dem Zettel hat: „Er ist einer der Spieler, der seine Aufgaben bereits in der letzten Saison erfüllt hat, noch weiter gewachsen ist und seine Wichtigkeit auch in der neuen Serie unter Beweis stellen wird.“

Wohin die Reise nun gehen soll und welche Ziele man konkret verfolgt, entscheidet aber nicht Vortänzer Pieper, wie er uns verrät: „Mit einem qualitativ besseren Kader die gleichen Ansprüche wie letztes Jahr zu haben, wäre Quatsch! Die Zielsetzung gibt die Mannschaft aus, nicht der Trainer oder der Vorstand. Mir ist nur wichtig, dass es auch realistisch ist.“ Und vielleicht bekommt der Kader ja noch den ein oder anderen Rohdiamanten hinzu, denn grundsätzlich sei man „immer auf der Suche“ nach Verstärkungen, wie Pieper meint und abschließend sagt: „Wir haben noch eins, zwei Überraschungen in petto!“