18.02.2012 - 12:29 Uhr | Quelle: fH | Autor: EK | Seite: 1
Über den Zebrastreifen an die Tabellenspitze
Die SCHAUINSLANDREISEN-ARENA in Duisburg war für die Kiezkicker allemal eine Reise wert. „Beherzter Kampf, unbedingter Siegeswille, magere Fußballkost, Derby Erinnerungen, nicht errungene Schönheitspreise, Männer und Mäuse und ein hässlicher Wirsing“ sind unter anderem die Statements der diesmal sehr auskunftsfreudigen Beteiligten …St. Paulis Trainer André Schubert: „Aus meiner Sicht war es ein nicht so gutes Spiel, wir haben zwar gut angefangen, aber auch bereits in der ersten Hälfte zu viele unnötige Bälle verloren. Wir hätten versuchen müssen, mehr Fußball zu spielen. In der zweiten Halbzeit waren wir zu passiv. Da hätten wir mehr Druck aufbauen müssen. Der MSV hat sich gegen die Niederlage gestemmt, das war nicht ungefährlich. Am Ende bin ich aber natürlich froh, dass wir gewonnen haben.“
MSV-Trainer Oliver Reck: „Erst einmal Glückwunsch an St. Pauli zu den drei Punkten. Natürlich bin ich enttäuscht über das Ergebnis. Wir wussten, dass wir St. Pauli nicht einfach so schlagen können, schließlich stehen sie nicht umsonst ganz oben in der Tabelle. Mir fehlen aber die Ergebnisse und die Punkte heute. Doch wir müssen den Kopf jetzt wieder hochnehmen und weiter so hart arbeiten, wie wir das bislang gemacht haben. Die Jungs haben dabei gut mitgezogen.“
Fabian Boll: „Mit unseren Standardsituationen klappt es ausgezeichnet. Beim Freistoß von Florian Bruns war es nicht so schwierig, den hässlichen Wirsing hinzuhalten. Heute war das Spielerische nicht so gefragt. Uns war klar, dass wir nur mit der Einstellung wie beim Bochum-Spiel Erfolg haben würden. Wir sind bei Standards extrem gefährlich. Mit Florian Bruns, Patrick Funk oder Dennis Daube haben wir sehr gute Standardschützen. Das ist eine unserer Stärken in dieser Saison. Wenn man sieht, dass sich alle für den Erfolg der Mannschaft rein schmeißen, das sind die schönsten Siege. Wir sind zufrieden mit dem, was wir bisher erreicht haben. Besonders, dass wir nach der Niederlage in Aachen mit zwei Siegen zurück in die Spur gekommen sind. Aber wir wissen auch, dass wir noch sehr viel Arbeit vor uns haben.“
Sebastian Schachten: „Wir wollten unbedingt zu null spielen. Uns war klar, dass es ein brutales Kampfspiel werden würde. So ist es auch gekommen. Es ist ein verdammt dreckiger Sieg geworden. Das Spiel war sicherlich kein Leckerbissen, aber wir haben wie schon gegen Bochum gezeigt, was wir erreichen können, wenn die gesamte Mannschaft verteidigt. Wir mussten unser Spiel heute den Bedingungen anpassen und die waren nicht gerade die besten, aber in 1:0 ist ein 1:0.“
Florian Bruns: „Ich habe heute etwas offensiver und bisschen zentraler als sonst gespielt. Die Position war nicht ganz neu für mich. Wir haben das, was wir uns vorgenommen haben, gut umgesetzt. Allerdings haben wir uns in der zweiten Hälfte etwas schwer getan, denn die erste Hälfte war sehr kraftraubend, da wurde es ein bisschen zittrig. Aber Bene hat gut gehalten. Außerdem haben uns die Duisburger auch nicht an die Wand gespielt. Wir brauchen uns für den Sieg nicht zu schämen und auch nicht dafür, dass wir zumindest bis morgen Tabellenführer sind.“