SC Vier- und Marschlande 4:2 VfL Pinneberg
Oberliga Hamburg 14. Spieltag 30.10.2011 14:00 Uhr
Patrick Möller, Sebastian Benson, Argetim Kaba, Heiko Tetzlaff, Sandjar Ahmadi, Ömer Güven, Dennis Herzberg, Matthäus Kosik, Damian Gelinski, Marcel Ullrich, Marcel von Hacht
Einwechselspieler:  Beytullah Atug, Kevin Herzberg, Jan Oltmann
Stefan Steen, Heiko Barthel, Dennis Lünstäden, Mark Müller, Rafat Waseq, Serdar Bahtiyar, Jan Eggers, Ömür Kaplan, Fabian Knottnerus, Thorben Reibe, Sören Badermann
Einwechselspieler:  Dirk Hellmann, Gianluca D'Agata, Thomas Koster
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30.10.2011 - 20:35 Uhr | Quelle: fH | Autor: MK | Seite: 2

Weckruf ohne Wirkung

- Dem Tor nach zu urteilen, sah es ganz danach aus, als ob den Pinnebergern an diesem Sonntag alles gelingen würde, zudem die Gastgeber nach dem Gegentreffer arg verunsichert wirkten. Doch dann drehte sich das Blatt relativ unerwartet. Dem VfL unterliefen plötzlich Abspielfehler, die man von der sonst so ballsicheren Mannschaft nicht gewohnt ist. Nichtsdestotrotz fiel der Ausgleichstreffer von Sandjar Ahmadi aus dem Nichts. Der Außenspieler hatte nach einer Unordnung in der Pinneberger Hintermannschaft die Chancen zum Abschluss. Per Volleyschuss beförderte Ahmadi das runde Leder vom linken 16er zunächst an den rechten Pfosten, um dann per Abstauber den Ausgleich zu markieren. Nun hatte der SCVM plötzlich Oberwasser. In der 26. Minute konnten sie wieder Profit daraus schlagen. Nach einer abgewehrten Ecke beförderte Dennis Herzberg den Ball wieder in den 16er der Gastgeber, wo Damian Gelinski den Ball aus der Drehung in die Mitte passte. Marcel von Hacht (Foto) stand blank und netzte ein. Keine Zeigerumdrehung später war es wieder von Hacht, der nach Ahmadi-Kopfball-Pass alleine auf Keeper Steen zulief, diesmal aber scheiterte. Von den Gästen war nun keine fußballerische Feinkost mehr zu sehen, denn lediglich über Standards wurde es etwas gefährlich. Hundertprozentige Torchancen waren aber nicht zu verbuchen. Anders auf der Gegenseite. Nach einem katastrophalen Fehlpass von Jan Eggers stand Damian Gelinski auf einmal vor Keeper Steen. Diesen konnte er zwar umspielen, doch Rafat Waseq kratzte das Ding noch von der Linie. Im Endeffekt brachte die Rettungstat nicht viel, denn die darauffolgende Ecke konnte Gelinski nutzen, um doch sein Tor zu machen. Aus dem Gewühl grätschte der Angreifer den Ball ins linke obere Eck. Mit 3:1 ging es dann in die Kabine, wobei Marcel von Hacht nach Gelinski-Pass das vierte Tor markierte, das Schiedsrichtergespann den jungen Angreifer jedoch im Abseits wähnte. Die zweite Hälfte blieb dann ereignisärmer, jedoch nicht ohne Spannung. Denn der VfL versuchte nach der Brandrede von Fischer noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren. Dreimal wechselte der Trainer zur Pause, doch so richtig kamen die Gastgeber nicht in Tritt. In vielen Aktionen fehlte das Glück. Die Vier- und Marschländer zeigten sich besonders mit der 3:1-Führung im Rücken etwas siegeswilliger und im Endeffekt mit etwas mehr Fortune. So rutschte in der 72. Minute der Ball nach einer Ecke von Sandjar Ahmadi an allen vorbei und Marcel Ullrich musste nur noch einschieben. Damit war die Messe gelesen. In der letzten Minute war es dann nochmal Reibe, dem eines seiner vielen Solos diesmal gelang. Mit starkem Einsatzwillen spielte er den Ball vom Fünfereck zu Sören Badermann, der ebenfalls nur noch den Fuß hinhalten musste. „Alles in allem ein verdienter Sieg. Wir hatten immer unsere Chancen und haben wenig bis gar nichts zugelassen“, zeigte sich SCVM-Coach Jan Schönteich besonders über die erste Halbzeit zufrieden.